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Als wir vor über zwei Jahren von diesem neuen unheimlichen Virus hörten, wussten wir noch nicht, dass Erik (Name geändert, mittlerweile fast 15) schon bald für lange Zeit nicht mehr zur Schule gehen kann… Es folgten Schulschließungen, Homeschooling am Tablet und mit Mama… 
 
Dann kamen endlich, nach hartem Kampf, die langersehnte Möglichkeit der Offlabel-Impfung für Erik und wir fühlten uns für eine kurze Zeit “sicher”. Erik ging zumindest ein paar Wochen (mit Unterbrechungen, wenn mal wieder positive Fälle in seiner Schule waren) in den Präsenzunterricht.
 
Doch schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass weder das erste noch das zweite Boostern einen Schutz vor Corona für Erik bietet. Aufgrund seiner Immunschwäche bildete er kaum Abwehrkräfte. Nachdem sich sein Gesundheitszustand dazu immer weiter verschlechtert und er kaum mehr messbare Immunität hat, entschieden wir uns schweren Herzens, ihn wieder zu Hause zu lassen. Dieses ständige hin und her, Schule-zu Hause machte Erik psychisch total fertig. Immer diese Angst: was, wenn er “es” bekommt, wenn dann der nächste so wichtige Krankenhaustermin platzen könnte. Und: kann sein so geschwächter Körper eine solche Infektion überhaupt überstehen?
 


Er hing mittlerweile nur noch auf der Couch und langweilte sich. Ihm fehlte es an Struktur. Auch wenn er ab und zu per Tablet in den Unterricht geschaltet wurde und Einzelunterricht über den PC hatte, füllte das natürlich nicht seinen Tag. Dazu hatte er mittlerweile keinerlei Sozialkontakte mehr.  

Eines Tages erzählte mir eine liebe Freundin vom Avatar und dass der BVHK Kindern wie Erik damit helfen möchte. Sie meinte, dass das doch vielleicht was für ihn sein könnte. So könnte er mit dem Roboter von zu Hause und aus dem Krankenhaus weiter am Unterricht teilnehmen. 
 
Wir wendeten uns hoffnungsvoll an den BVHK, der Erik helfen wollte. Nun galt es die größte Hürde zu überwinden “Datenschutz….“- alle Eltern und Kinder, Lehrkräfte, FSJ-ler,… eben alle, die mit im Klassenzimmer sind, mussten zustimmen. Glücklicherweise hat Erik zwei ganz tolle engagierte Klassenlehrer/in Frau Schaum und Herr Mayer. Beide informierten sich und waren direkt offen und bereit, den Weg mit uns zu gehen. Selbst zunächst kritische und ablehnende Eltern konnten durch die Lehrer/in überzeugt werden. So konnte Erik auch schon zeitnah starten. Angefangen wurde mit den Hauptfächern und Klassenstunden und schnell gesteigert auf mittlerweile fast ganze Schultage, auch mit anderen Lehrern. Sogar aus dem Krankenhaus konnte er schon Unterricht mitmachen. Dort hat er dann auf “nicht ansprechbar” geschaltet, konnte aber den Unterricht mitverfolgen. Auch den Schulhof und unterschiedliche Räume konnte er schon erkunden. In der Pause hat er mit seinen Mitschülern Kniffel gespielt und dann hatte Herr Mayer eine super Idee…
 


Er hat den Avatar und einige Mitschüler mit zum Basketballkorb auf dem Pausenhof genommen und Erik hat gegen seine Mitschüler Basketball gespielt, er zu Hause im Garten und die Klassenkameraden auf dem Schulhof. Erik war so glücklich. (Er liebt Basketball…)
 


Unser Champion wird leider noch einen langen schweren Weg gehen müssen und es ist eine wunderbare Möglichkeit für ihn, trotzdem ein Teil der Klasse zu bleiben.
 


Wir freuen uns für unseren Sohn, dass er nun durch den BVHK und seine so engagierten Lehrer/in wieder am Leben teilhaben kann. Dass er im Klassenzimmer dabei ist und den Anschluss nicht verliert, bis irgendwann und daran glauben wir ganz fest “der echte Erik” wieder auf der Schulbank sitzt.
 

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