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Am 14.06. war Weltblutspendetag. Eine Bluttransfusion ist heute sehr sicher, d.h. es werden kaum noch Krankheiten übertragen. Bei einer Bluttransfusion müssen die verschiedenen Blutgruppen sowie z.B. der Rhesusfaktor berücksichtigt werden. Der Bedarf an Spenderblut ist für Rhesus negative Blutgruppen (B Rh neg, A RH neg, 0 RH neg) besonders hoch.

Unser Blut wird auch „Lebenssaft“ genannt. Die Vorräte an Spenderblut in den Blutbanken sind jedoch limitiert. Unser Herz pumpt diesen Lebenssaft 24 Stunden pro Tag durch unseren Körper, denn ohne den Blutkreislauf wäre unser Organismus nicht lebensfähig. Auch herzkranke Kinder sind nicht selten auf Blutspenden angewiesen: bei den meisten Operationen am offenen Herzen muss das winzige Herz stillgelegt werden. Dann transportiert während des Eingriffs eine Herz-Lungen-Maschine (HLM) das Blut durch den Kreislauf. Bei Erwachsenen wird die HLM mit einer Elektrolytlösung gefüllt, die das Blut des Patienten verdünnt, sobald es in den „Maschinenkreislauf“ übergeht (medizinisch auch „primen“ genannt). Bei Neugeborenen und Kleinkindern ist das Blutvolumen sehr gering (300- 500 Millilitern=ml). Heute kann in Spezialkliniken durch Miniaturisierung die Herz-Operation auch für Neugeborene mit einem Geburtsgewicht von unter drei Kilogramm schon ohne Fremdblut durchgeführt werden, und zwar mithilfe einer HLM mit einem Füllvolumen von weniger als 100 ml.

Positive Effekte sind laut Prof. J. Photiadis, Direktor Kinderherzchirurgie am Deutschen Herzzentrum Berlin: „Es wird insgesamt weniger Fremdblut transfundiert und es konnten bei fremdblutfreier Operation auch kürzere Beatmungs- und Intensivverweildauern nachgewiesen werden. Dennoch wird bei einem Großteil der Neugeborenen nach einer Herzoperation am offenen Herzen Heine Fremdblutübertragung im weiteren stationären Verlauf erforderlich.“

Bildquelle: iStock-987110992_toeytoey2530

 

Blutspenden herzkranke Kinder
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