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Begrüßung an der Kinderklinik Mainz durch Kohki e.V. und Schirmherr Peter Krawietz

Hat der Storch ein Baby gebracht oder was macht er auf der Wiese?

Warum ist der Kajakfahren im Wasser und nicht im Kajak?

Heute hat kein Muezzin gerufen, aber der Wecker klingelte bereits um 5.25 Uhr.
Wir wollten die Fähre um 7 Uhr unbedingt erreichen, weil wir auf der hessischen Seite des Rheins mit Mitarbeitern einer Medizintechnik Firma verabredet waren, welche die Etappe bis Mainz mitwandern wollten. Das Frühstück des Hotels war zu spät, also haben wir uns auf dem Zimmer den Kaffee selbst gemacht. Dann kam schon der Anruf von Maria und Helmut, die extra von Bensheim hergefahren waren, um nochmal mit uns zu wandern. Also ging es im Sauseschritt die 1,4 km zur Fähre auf der Niersteiner Seite. Die Fähre war schon da und ablegebereit, was sie auch kurz danach tat. Wir waren um 7:30 Uhr verabredet, und durch die frühe Fähre bereits 7:10 Uhr auf der Kornsand-Seite angekommen. Kurze Zeit später kam die erste Mitarbeiterin und dann die anderen. Leider mussten drei Mitarbeiter absagen.

Nach der Begrüßung ging es los, immer dem Rhein entlang. Nach zwei Stunden kam die erste Pause, zu welcher wir die Mitarbeiter beinahe schon drängen musste, so eifrig waren sie dabei. Einen Tisch mit zwei befestigten Bänken bot sich dafür an. Unser Helmut packte aus seinem Rucksack dann einen ganzen, am Vorabend gebackenen, Nußzopf (vegan) auf den Tisch, der alle zu genüßlichen Ausrufen (wie: mmmmmhhh) veranlaßte. Am Ende war der ganze Nußzopf von den 10 Personen im Nu verspeist wurden.

Eine Mitarbeiterin hatte ihre beiden Rauhhaardackel dabei, die mit ihren kurzen Beinchen die ganze Strecke beinahe doppelt liefen, weil sie immer wieder schauen mussten, ob Frauchen noch da war. Jedenfalls waren die beiden Hunde ebenfalls sehr angenehme Begleiter, aber nach den 22 km bis zur Trennung von der Mitarbeitergruppe, doch ziemlich geschafft. Brigitte hatte mal wieder Glück, weil eine Begleiterin ihren Rucksack für 2 Stunden tragen wollte, um es auszuprobieren. Ich geb meinen Rucksack nicht her (…aber es wollte ihn auch keiner).
Auf dem weiteren Weg auf dem Deich, stand plötzlich vor uns in der Wiese ein Storch. Der Ruf „Achtung Storch“ konnte ja nur bedeuten, dass da ein Storch nach Futter suchte ?. Ein – zumindest für uns – eher ungewöhnlicher Anblick.

Wir kamen sehr gut voran, mit einem Schnitt von ca. 4,7 km/h. Die zweite Pause legten wir dann bei einer Ruderregatta ein. Da gab es Kaffee, leckeren Kuchen und Wurst und Steak. Auf dem Altrheinarm fanden Ruderwettbewerbe statt. Wir hatten noch nicht richtig zu essen begonnen, da kippte ein Boot etwa 15 Meter vor dem Ziel um und der Kajakfahrer musste ein unfreiwilligen Bad nehmen. Wir haben den Pechvogel sehr bedauert. Dann haben wir festgestellt, dass es nur noch knapp 9 km bis zur Uniklinik Mainz waren. Da wir aber frühestens gegen 14 Uhr dort sein konnten (Start des Kinderfestes) legten wir nach der Überquerung des Rheins, noch eine Trinkpause ein. Das war auch der Moment, wo wir uns wieder von der netten Begleitung verabschieden mussten. Sie mussten zu ihren Fahrzeugen zurück und wir zur Klinik, begleitet von Maria und Helmut.

In der Klinik fand das Kinderfest bei dem schönen Wetter draußen statt. Wir wurden sogar mit Beifall begrüßt, was uns ganz verlegen machte?. Die ganze Wiese war voll mit Leuten und Kindern, rund 150 Menschen haben uns empfangen! Dort war auch das begehbare Herz aufgebaut,  Stände mit Essen und Trinken,  der Ballonmann fabrizierte fleißig Tiere aus Luftballons und auch der SWR-Rundfunk war gekommen, um über die E-bike Übergabe zu berichten. Wir kamen mit vielen Eltern ins Gespräch.

Morgen, am Sonntag, ist unser erster Ruhetag, das werden wir genießen !!!!

Tagesbericht von Reiner Gauß