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Überraschung: wir übernachten in einem Wohnwagen

Nur 17 km laut Navi. Da ist ausschlafen angesagt! Bis 6:30 Uhr. Dann haben wir uns noch eine Weile im Bett geräkelt, bevor wir aufgestanden sind und im Zimmer das Obst gefrühstückt haben, welches uns Familie Engels mitgebracht hatte. Draußen schien die Sonne, es versprach ein schöner warmer Tag zu werden. Durch Ittenbach ging es dann erstmal wieder bergan, aber vom Höhenprofil her wusste ich, dass es danach nur noch bergab bis zum Rhein gehen würde. Oben auf der Höhe ginge dann links ab in den Wald. Aber zuvor musste ich meine Jacke ausziehen, so warm war es mir. Brigitte legte mir ihre eisigen Hände auf die Arme brrrrr, so unterschiedliche Wärmeempfindungen.

Im Wald sahen wir sehr viele Spuren, wo Wildschweine gewühlt hatten, nicht nur irgendwo im Wald, sondern direkt am Weg entlang. Kurz darauf sahen wir eine Gruppe junger Wildschweine davon rennen, zum Glück weit genug entfernt.
Kurz vor dem Drachenschloß machten wir eine Pause und ich gönnte mir eine Tafel Schokolade, welche mir Sandra mitgebracht hatte ?.

Danach erreichten wir das Drachenschloß und die Haltestelle der Zahnradbahn, die Fahrgäste die 20% Steigung von Königswinter heraufbrachte und wahrscheinlich auch wieder hinunter. Aber wir fuhren NICHT hinunter sondern gingen selbstverständlich. Von der Terrassengaststätte hatte man eine tolle Aussicht auf Bad Godesberg und Bonn. Unten angekommen, legte gerade die Fähre an, so dass wir gleich an Bord gehen könnten. Von der anderen Seite aus hatten wir eine schöne Sicht auf sechs Gipfel des Siebengebirges und Königswinter.

Dann mussten wir noch 9 km am Rhein entlang gehen bis zur Kinderklinik. Es war mal eine Abwechslung, nicht dauernd bergauf und bergab gehen zu müssen aber einen ganzen Tag möchte ich auch nicht am Rhein entlang gehen.
Kurz vor 14:30 Uhr trafen wir bei der Kinderklinik Bonn ein und wurden schon von Elke und einer ganzen Schar Herzluftballons erwartet. Elke brachte uns in den Hörsaal, in welchem der Oberarzt einen anschaulichen Vortrag einschließlich live-demo an einem Zuhörer hielt. Dann würden wir schon vom ersten Reporter angesprochen. Noch während des Gesprächs kam die Aufforderung, dass wir doch rauskommen sollten, der Luftballonstart sollte gleich beginnen und nochmals Reporter warteten draußen.

Nachdem die Bilder gemacht und die Ballons gestartet waren, wurden wir noch von einer netten jungen Radio-Reporterin interviewt die für RPR1 arbeitete. Es war aufregend, aber sie machte ihre Sache gut. Wie wir unsere Sache machten. . . . . ?
In der Klinik waren dann Kuchen und kleine Häppchen aufgebaut, Micki hatte sogar extra einen veganen Kuchen gebacken!

In der Runde konnten wir uns noch mit einigen Eltern herzkranken Kinder, aber auch mit dem ärztlichen Direktor und einem Oberarzt unterhalten. Gegen 17 Uhr brachte uns Christian zu unserer Unterkunft im BaseCamp, wo wir in einem (von vielen) Wohnwagen in einer Halle unser Domizil hatten. Mal sehen wie wir schlafen werden.

Tagesbericht von Reiner Gauß