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Fünf Sterne Hotel – aber wir gehen weiter!

Immer noch Hamburg, was hat die Stadt für eine Ausdehnung! Also heute Nacht hat es einige Male ziemlich laut geknallt, als einige der jungen Pupertierenden auf ihre Zimmer gegangen sind. Zum Glück waren wir müde genug um gleich wieder einzuschlafen. Nur kurz hatten wir beim Aufstehen um 05:35 Uhr überlegt, ob wir es Ihnen heimzahlen sollten und ich mit meiner lautesten Stimme im Gang “Kompanie aufstehen !!” rufen sollte ?.

Am U-Bahnhof trafen wir uns mit Sandra und Tom, die uns jetzt bis Lübeck begleiten werden. An Grünflächen entlang ging es Richtung Stadtausgang. Die Wege heute waren wunderschön, richtige Waldwege mit Naturboden und viel Schatten durch die Bäume! Allerdings fielen an manchen Stellen ziemlich blutgierige Stechfliegen über uns her, so dass wir uns gar nicht getrauten, eine längere Rast im Wald zu machen. An einem kleinen Teich hielt ein Achtzigjähriger mit dem Fahrrad bei uns an und er fragte und nach dem Woher und Wohin. Im Laufe des Gesprächs sagte er mehrmals, ” Ich würde lieber solche Menschen wie euch in Talkshows sehen, als immer nur diese Prominenten!”. Dazu konnten wir nichts hinzufügen. Unser Weg ging so schön wie bisher weiter.

Langsam wurde es Zeit für eine zweite Pause. Da tauchte gerade zu dem Zeitpunkt, als wir etwas von meinem geplanten Weg abgewichen waren (absichtlich), ein Fünf-Sterne-Hotel auf. Wir setzten uns im Freien an einen schattigen Tisch, aber Tom musste reingehen, um uns etwas zu trinken zu bestellen. Hatten sie uns etwa nicht gesehen? Die Preise für die Apfelschorle waren jedenfalls mindestens fünfsternig !
Als wir weitergingen, stiegen gerade zwei ältere Herrschaften aus ihrem Auto. Auch sie fragten uns ob wir weit wandern würden. Wir kamen nett ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass der Mann 95 Jahre alt war und dafür recht rüstig schien, jedenfalls konnte er unseren Scherzen gut folgen. Auch Ihnen gaben wir einen unserer Flyer.

Weiter ging unsere Wald-Etappe, es waren nur noch 7 km bis zum Etappenziel. Am Ortseingang von Aumühle war ein Werk vom Mineralwasser Hersteller “Bismarck Quelle” und Brigitte suchte eine Möglichkeit, wie sie unsere mittlerweile leeren Flaschen dort aufgefüllt bekam. Aber wir anderen wollten weiter und endlich den Schweiß abduschen. Leider mussten wir feststellen, dass das Restaurant des Hotels heute (Dienstag) geschlossen hat. Zum Glück ist 50 Meter vorher ein italienisches Restaurant.

Tagesbericht von Reiner Gauß

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