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Leider musste unser Freund Kurt absagen, weil ihn gestern bei der Abreise zu unserem Treffpunkt ein Hexenschuss erwischt hat! Wir wünschen ihm gute Besserung! Bettina von St. Jude kam zu uns ins Hotel dazu und so starteten wir zu Fünft kurz vor neun Uhr. Die Etappe war heute kurz, geplant nur etwa 15 km, so dass wir uns den späten Start gönnten. Es ging nach dem Hotel gleich in den Sachsenwald, was für uns angenehme Temperaturen und weicher Boden ( im Gegensatz zu Asphalt) bedeutete. Der Weg folgte wie gestern dem europäischen Fernwanderweg (weißes Kreuz).

Teilweise folgten wir dem Lauf der Bille, aber teilweise war der Verlauf auch abenteuerlich, weil große Teile des Weges unter Wasser standen und wir diese Stellen durch den Wald, über vorhandene Trampelpfade, umgehen mussten. Es war ein regelrechter Schlangenlinienweg. An der Bille standen wir auch mal wie an einem Steilufer und schauten zum Wasser hinab. Die Stechfliegenangriffe hielten sich heute in Grenzen, dagegen pflückte Sandra eine Zecke von meinem Arm, die noch eine geeignete Stelle suchte. Eine dauerfeuchte Stelle mussten wir über eine sehr provisorische Art Brücke oder Ponton überqueren. Aber alle kamen wir gut rüber. Oben sah Sandra dann zwei Bäume die so eng zusammengewachsen waren, dass man meinen konnte sie schmiegen sich aneinander. Die Buche hatte dabei einen Teil des Stammes wie ein Gesicht mit großer Nase und einem Auge ausgebildet. Es sah sehr interessant aus!

Eine Autobahn unterquerten wir auch, die wir schon lange vorher gehört hatten. Kurz vor dem Verlassen des Sachsenwaldes machten wir noch eine Pause, mangels Sitzbank eben alle auf einem umgestürzten Baumstamm. Außerhalb des Sachsenwaldes merkten wir dann, dass es ganz schön warm war und uns die Bäume toll vor der Hitze geschützt hatten. Während der Wanderung hatte uns Tom vom Geocaching erzählt. Jetzt sagte er, dass wir wohl direkt an einem Cache vorbei kommen würden und Brigitte und Bettina waren sehr daran interessiert wie das ablief. Natürlich werde ich keine Infos darüber verraten obwohl wir Muggel sind ?. Nur soviel, es ist interessant und kreativ.

Bald darauf hatten wir das Etappenziel erreicht. Die Rucksäcke brachten wir auf die Zimmer und wollten dann mit Bettina noch einen Kaffee trinken gehen. Allerdings war das Restaurant noch geschlossen und das nebenan hatte Ruhetag, so dass wir nochmal 1,5 km bis zur Waldschenke gehen mussten. Wiedermal verabschiedeten wir uns von einer Mitwanderin, mit der wir uns sehr gut verstanden hatten.

Tagesbericht von Reiner Gauß

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