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Nominierungen zum Herz-Held 2021



    Ich wähle als Herz-Held des Jahres 2021.

     
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    Die Teilnahmebedingungen habe ich gelesen, durch Absenden des Formulars akzeptiere ich diese. Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten basierend auf Ihrer Datenschutzerklärung zur Teilnahme an der Abstimmung von Ihnen verarbeitet werden.

    Untenstehend finden Sie die eingereichten Texte für die Nominierungen:

    Annette Bröhl

    Annette ist die Schulbegleiterin unseres zehnjährigen Sohnes Mio (mit HLHS) und betreut ihn seit mittlerweile sechs Jahren auch im Rahmen der zusätzlichen Betreuungsstunden. Wir haben Annette kennen gelernt, kurz nachdem wir nach Lüneburg gezogen sind, da sie von Mio über ihren Arbeitgeber hörte und ihn gerne kennen lernen wollte, u. a. da sie seit 15 Jahren einen anderen Jungen mit HLHS begleitet hatte.

    Mittlerweile ist Annette zu einem Teil unserer Familie geworden; auch Mios zwei kleine Schwestern lieben sie sehr. Vor der Corona-Pandemie begleitete sie Mio mit einer ausgeprägten inklusiven Herangehensweise, so dass die anderen Kinder in seiner Klasse teilweise bis in die vierte Klasse nicht genau wussten, dass Annette eigentlich für Mio „zuständig“ ist. Sie achtet – von ihm weitgehend unbemerkt – auf die zu berücksichtigenden Besonderheiten, und stärkt vor allem sein Selbstbewusstsein, auch selbständig zu agieren und seine Krankheit zu akzeptieren. Durch ihre herzliche und alle Kinder miteinbeziehende Art gibt sie Mio immer das Gefühl, dazuzugehören, alles schaffen zu können und auch schwere Zeiten meistern zu können.

    Durch Corona war diese inklusive Herangehensweise natürlich nicht mehr möglich, nun agierte sie humorvoll als Mios „Bodyguard“ und ermöglichte ihm dadurch, auch im Rahmen des Wechsels ans Gymnasium, trotz der zusätzlichen Belastungen einen guten Einstieg in die Gruppe zu bekommen. Seit dem starken Anstieg der Inzidenzen betreut sie Mio im Distanzlernen, was uns überhaupt nur ermöglicht, weiter voll berufstätig zu sein. Um den Schutz vor Ansteckung für Mio gewährleisten zu können, hat sich Annette seit Beginn der Pandemie vollständig isoliert und trifft andere Menschen nur draußen, mit Abstand und Maske. Selbst ihre eigenen Kinder und Enkelkinder hat sie seit über einem Jahr nicht gesehen.

    Auf den Bildern sind jeweils Annette und Mio zu sehen: 1. am Abend vor der ersten Klassenfahrt in der vierten Klasse, als Mio bei Annette übernachtete, da die Abfahrt um 4:30 Uhr früh stattfand im August 2019, und 2. am Tag der Einschulung am Gymnasium im August 2020.

    Für unsere gesamte Familie und vor allem für Mio bedeutet Annette mehr, als mit Worten ausgedrückt werden kann. Ihr Engagement über Gebühr und unermüdlicher Einsatz dafür, für Mio eine liebevolle, unterstützende und offene Umgebung zu schaffen und ihm damit eine weitgehend normale Teilhabe am sozialen und schulischen Leben zu ermöglichen sowie ihn als Individuum anzuerkennen und zu stärken, ist umfassend und außergewöhnlich: Sie ist eine wahre Herz-Heldin!

    Tilla Libertus

    Wir möchten unsere Klassenlehrerin Frau Libertus zum Herz-Held 2021 nominieren, auch stellvertretend für die gesamte Belegschaft und Leitung unserer Grundschule. Unsere Tochter Lea hat einen schweren angeborenen Herzfehler und lebt mit nur einem halben Herzen und einer passiven Lungendurchblutung. Sie zählt zur Covid-19-Risikogruppe und wir mussten seit Beginn der Pandemie besonders aufpassen und leben als gesamte Familie seit dem sehr isoliert. Kontakte, auch schulische Kontakte, können nur mit allerhöchsten Schutzvorkehrungen stattfinden.

    Unsere Tochter geht zusammen mit Ihrer Zwillingsschwester in die 4. Klasse unserer örtlichen Grundschule. Leider wurden die Schulen nach dem ersten Lockdown ohne gute Schutzkonzepte geöffnet, Lösungen für Kinder der Risikogruppe gab es von politischer Seite überhaupt nicht und FFP2-Masken waren zu diesem Zeitpunkt kaum verfügbar. Somit konnten unsere Zwillinge Lea und Emma nicht in den Präsenzunterricht, wir blieben weiter im Lernen auf Distanz. Zum Glück ohne Diskussionen, sondern mit der vollen Unterstützung der Schule. Frau Libertus hat uns von Anfang an völlig unbürokratisch unterstützt, die Themen und Aufgaben wurden für uns übersichtlich in Wochenpläne zusammengefasst. Fragen konnten jederzeit per E-Mail gestellt werden, ab und zu wurde geskyped. Später bekamen unsere Töchter sogar 2x pro Woche eine Einzelstunde in einem separaten Raum. Dort konnten die beiden in sicherer Umgebung alle Klassenarbeiten schreiben, mit den Lehrern neue Themen besprechen und Fragen stellen. Als wir endlich FFP2-Masken kaufen konnten, konnten unsere Töchter endlich wieder zum Unterricht, allerdings auch unter besonderen Bedingungen. Sie haben einen Platz am Fenster bekommen, mit viel Abstand zu allen anderen. Gruppenarbeiten können sie zu zweit machen und sie dürfen separat in die Frühstückspause. Fächer wo das nicht möglich ist, dürfen wir weiter im Distanzunterricht machen.

    Auch wenn unsere Lehrerin sowie die Schulleitung sagen, sie hätten „nur Ihren Job gemacht“, hat uns diese Unterstützung enorm durch die Corona-Zeit geholfen, da wir uns eben nicht zwischen Bildung und Gesundheit entscheiden mussten. Und weil man immer das Gespräch mit uns gesucht hat, war die Hilfe auch wirklich hilfreich. Ohne unsere Klassenlehrerin, die Schulleitung und auch alle anderen Beteiligten wäre das 1. Corona-Jahr noch härter für uns gewesen, als es sowieso schon war. So hatten wir zumindest 1 Sorge weniger. Danke an die GGS Kapellen-Hemmerden!

    Pflegerinnen auf der Päd. Intensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)

    Rut, Pia und Winona arbeiten als Pflegerinnen auf der Päd. Intensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) für Kinder, die wegen eines besonders schweren Leidens, das oft eine Organtransplantation nötig macht, teilweise Monate oder sogar Jahre lang auf ihrer Intensivstation in der Klinik bleiben müssen. Jedoch ist der Pflegemangel der wichtigste Faktor für die Unterversorgung von herzkranken Kindern in Deutschland. „Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um hier wieder eine Vollbeschäftigung zu erreichen, sonst sind alle anderen Mühen vergebens“, so Dr. M. Sasse, Ltd. Oberarzt der Päd. Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

    Gerade junge Menschen sind über Stellenanzeigen nicht oder kaum mehr erreichbar. Die Instagram Gruppe der Pflegenden der Kinderintensivstation 67 gestaltet unermüdlich und mit viel Aufwand und Enthusiasmus den Instagram Auftritt der Station. Er ist jederzeit aktuell, kreativ und hoch professionell. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Neueinstellungen von Pflegenden gelingen derzeit fast ausschließlich über das Instagram Portal.

    Rut Wilde: “Bewusst hatte ich mich für eine Intensivstation entschieden. Mit Berufserfahrung und nebenher Erfahrungen im Rettungsdienst wird das schon… Einfach war es nicht, aber ich habe es bis heute nicht bereut!“

    Pia Stecker: “ Im 2. Lehrjahr meiner Ausbildung zur Krankenpflegerin hatte ich einen Einsatz auf der Intensivstation 67 und wusste: Da möchte ich hin! Nach einem halben Jahr Einarbeitung konnte ich sicher und mit Freude und Empathie die schwerstkranken Patienten dort versorgen. Doch spätestens seit der Pandemie ist es in aller Munde – wir sind zu wenige! Also zeigen wir auf unserem Instagram-Account, wie wertvoll, wichtig und erfüllend unsere Arbeit ist und was Pflege überhaupt bedeutet.“

    Winona Henke: „Das menschliche Herz ist in seiner Komplexität ein so faszinierendes Organ und unsere kleinen und großen PatientInnen wahnsinnig starke HeldInnen. Um unserer Arbeit ein Gesicht und Anerkennung zu geben, zeigen wir auf Instagram, was Pflege bedeutet.“

    Jürgen und Marion Rampf

    Jürgen und Marion Rampf spenden den gesamten Gewinn aus ihrem Non-Profit-Onlineshop www.strong-heart.de, welcher funktionale, fair hergestellte und erschwingliche Fitness- und Freizeitbekleidung vertreibt, an den BVHK. Im Rahmen ihrer Patchwork-Familie mit vier Kindern sind sie rund um die Uhr für Familien mit herzkranken Kindern im Einsatz und konzentrieren sich dabei besonders auf Aktionen, mit denen sie sich selbst möglichst umfassend identifizieren können, was meist sportlichen Charakter hat.

    Neben aktivem Facebook- und Instagram-Marketing für „Strong Heart“ und die Thematik „Herzgesundheit bei Kinder“ an sich, sind sie in engem Kontakt zu den Ulmer Herzkindern, statten Herzsportgruppen, Läufergruppen und Freizeitsportler mit „Strong Heart“-Bekleidung aus, organisieren und gestalten diverse Benefiz-Sport-Conventions zu Gunsten dem BVHK, auf denen sie auch über den BVHK, die Grund-Thematik und den Verwendungszweck der Spenden referieren, sind administrativ-organisierender Teil der sponsor-getragenen „Kilimanjaro-Aktion“ zu Gunsten dem BVHK und sind hierfür mit regionalen Print-, Radio- und Fernsehmedien in Kontakt sowie Gegenstand der Berichterstattung. Des Weiteren werben sie für Spenden im Rahmen von 24-Stunden-Veranstaltungen bei Vereinen, informieren in diesem Rahmen über den BVHK und haben den „Run 4 Hearts“ am Ulmer Einstein Marathon ins Leben gerufen, bei welchem alle Spenden- und Sponsorengelder an die Ulmer Herzkinder e. V. gehen.

    Zudem steht Strong Heart kurz vor dem Launch der Kollektion 2.0 die mit einem neuen Design, neuem Logo sowie Textilien aus Bio-Baumwolle und Polyester aus recycelten PET-Flaschen neben Tragekomfort und Funktionalität überzeugt, um so noch näher an den Idealen des BVHK für ein nachhaltiges, gesundes und Herz-thematisch sichtbares Miteinander zu sein. Als ihr höheres Ziel wäre an dieser Stelle noch die Erweiterung der „Strong Heart – Community“ zu nennen, welche sich aus Menschen jedweden Geschlechts, Alters und Herkunft zusammensetzt, die das Herz am richtigen Fleck haben, um für sich und andere stark zu sein.

    Ricarda Julia Drobig

    Ricarda Julia Drobig bringt mit Ihrem Instagram Account ‚vomStartzumZiel‘ , sowie auf Ihrer Website ‚www.vomstartzumziel‘ das Thema Herz näher. Klärt auf und sensibilisiert. Gezielt für die Aufklärungbeiträge nutzt sie schwarz-weiß Bilder mit goldenem Herzen um die Beiträge abzuheben und zu verdeutlichen wie wertvoll unser Herz ist.

    Sie selbst erkrankte als junge Erwachsene zweimalig an einer Herzmuskelentzündung und lebt seit dem mit einem Herzschrittmacher.
    Gerade dafür nutzt Sie auch Ihren Account, um das Leben als Herzkranke näher zu bringen und vor allem auch anderen betroffenen und nicht betroffenen Mut zu machen. Zu zeigen, dass es nicht direkt ein Triathlon sein muss, sondern das es auch schon toll ist einfach spazieren zu gehen. Das wichtigste was sie zeigt, ist niemals aufzugeben.

    Im letzten Jahr hat sie Ihr Projekt Herzsinus neu gestartet. Sie macht viel auf den BVHK e.V. und Strong Heart aufmerksam und hat mit denen zusammen eine Armbandaktion ins Leben gerufen. Ebenso einige Aufklärungsvideos direkt mit dem BVHK e.V. und eine starke Spendenaktion zu Gunsten den Mut-mach-Paketen erzielt.