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Reiner Gauß schreibt:

Heute war geplant, von Leimen über Heidelberg nach Heddesheim zu wandern. 28 km geplant und 28 km sind es auch geworden. Endlich Stimmen Plan und Ist überein.
In Leimen waren wir gegen 7 Uhr fertig, da klingelte mein Handy. Dran war Bernd mein Freund und sagte, dass er vor dem Haus stehe und die Sandalen dabei habe. Der Gute! Ist er doch tatsächlich fast eine halbe Stunde gefahren um mir die Sandalen um 7 Uhr morgens zu bringen ?, das ist ein Freund!!!
Also Sandalen verstaut und los ging’s.
Zunächst suchten wir einen Radweg Richtung Heidelberg. Der führte aber einige Zeit entlang einer gut befahrenen Straße, was uns die Feinstaubdiskussion aus einem ganz anderen Blickpunkt zeigte. In Rohrbach fragten wir nach einem Weg abseits der Straße und man empfahl uns die Panoramastraße. Also weg von der verkehrsreichen Straße waren wir ja, aber vom „Panorama“ sehen nur die Anrainer von ihren Häusern was. Allerdings sahen wir schmucke Häuser. Dann gelangten wir zum Bergfriedhof von Heidelberg. Da sind an allen Kreuzungen Wegepläne. Das ist auch sinnvoll, da kann man sich echt verlaufen. Aber sehr schön angelegt, mit vielen großen alten Bäumen, und vom Verkehrslärm merkt man sehr wenig.

In Rohrbach kreuzt eine Lorenstrecke wie eine Seilbahn die Straße. Darin wird Rohmaterial von Nußloch ins Zementwerk transportiert. Dann ging es ins Zentrum von Heidelberg. Dabei kamen wir an einer Bio-Vollkorn Bäckerei vorbei, nein, vorbei kamen wir nicht?. Brigitte bekam ein veganes Brötchen und ich zwei Schoko-Croissant. Aber gegessen haben wir es erst auf der anderen Seite des Neckars, auf einer sonnigen Bank, aber es war so was von lecker!!!!

Nach unserer Pause gingen wir in die Universitätskinderklinik, aber der Professor war im Herzkatheterraum und hat keine Zeit. Also weiter Richtung Tagesziel. Mittlerweile war die Temperatur so weit angestiegen, dass wir unsere wärmenden Jacken ausziehen könnten. Es ging am Neckarkanal entlang und es war sehr idyllisch, vom Rucksack abgesehen.
Eine große Schar Wildgänse hatte sich in einem Getreidefeld niedergelassen und fraß sich satt, ob die mit dem Startgewicht wieder starten konnten war zu bezweifeln. Dann kamen wir an 18 sehr langen Folientunneln vorbei, in denen Erdbeeren wuchsen, Blüten, grüne und sogar schon rote Erdbeeren.

Etwa 10 km vor dem Heddesheim machten wir nochmal eine Pause und verzehrten unsere letzten Vorräte. Der nächste Ort (Stadt) durch welche wir kamen, war Ladenburg. Wir wichen von der geplanten Strecke ab um durch die Altstadt zu gehen. Die 2 Kugeln Eis, die ich mir gönnte waren sehr gut. Im Supermarkt am Ortsausgang frischten wir unsere Marschverpflegung, Erdnüsse, Rosinen und Wasser wieder auf, wer weiß wann sich die nächste Gelegenheit ergibt. In Heddesheim wurden wir von Eva und Klaus sehr herzlich empfangen. Klaus kochte uns ein tolles Abendessen i und wir unterhielten und lange über Gott und die Welt. Wir fühlten uns wie Zuhause!