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In den USA haben Mediziner erstmals einem 57-jährigen Patienten das Herz eines Schweins eingesetzt. Diese Xenotransplantation war die einzige Überlebenschance für den schwerkranken Mann und wurde daher mit Ausnahmegenehmigung durchgeführt. Der Eingriff könnte ein Schritt sein, um den Organmangel zu lösen.

Um einer Abstoßung vorzubeugen, wurden bei dem Spenderschwein zuvor einige Gene ausgeschaltet und sechs Menschengene eingeschleust. Bisher geht es dem Empfänger gut. Allerdings sei es für eine endgültige Beurteilung des Erfolgs noch zu früh, betont Uta Dahmen, Leiterin der Experimentellen Transplantationschirurgie in Jena. „Das Überleben eines Patienten für drei Tage ist nicht gleichbedeutend mit der Einführung eines neuen Verfahrens in die klinische Routine.“

Eine Organtransplantation ist für viele schwerkranke Patienten oft die einzige Chance, aber Spenderorgane sind knapp, vor allem Spenderherzen von Kindern. Schon in den 1980er Jahren versuchten die Mediziner eine Xenotransplantation. Nachdem die Verpflanzung eines Pavianherzens auf ein Kind wegen starker Abstoßungsreaktionen tödlich endete, wurde diese Idee zunächst aufgegeben. Heute erlaubt es die Gentechnik, gezielt die Tiergene auszuschalten, die zu einer Abstoßung führen könnten. Xenotransplantation ist jedoch ethisch umstritten, weil dafür Tiere speziell gezüchtet und gentechnisch verändert werden müssen.

Weitere Infos zu Herztransplantationen finden Sie hier.

Zum ausführlichen Bericht.

Bildquelle: iStock -1028267542

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