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Fotolia/sudok1

Etwa 200.000 Menschen erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall, u.a. als vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns ohne bleibende Beeinträchtigung. Bei etwa einem Drittel der jüngeren Patienten unter 55 Jahren wird oft keine klare Ursache gefunden (so genannten „kryptogener Schlaganfall“). Die Hälfte dieser Patienten unter 55 wiederum hat ein persistierendes Foramen Ovale (PFO). Dieser angeborene Herzfehler ist ein Überbleibsel des embryonalen Kreislaufs. Die Sauerstoffversorgung im Mutterleib erfolgt über die Nabelschnur und nicht wie nach der Geburt über die Lunge. Durch eine Verbindung zwischen beiden Herz-Vorhöfen wird das Blut direkt vom rechten in den linken Vorhof, und damit an der Lunge vorbei geleitet. Diese Verbindung ist das Foramen Ovale. Sobald das Kind auf die Welt kommt, atmet es selbstständig und die Öffnung verschließt sich normalerweise komplett.

Mehr Info dazu: www.herzklick.de

Ein PFO ist bei Schlaganfallpatienten bei einem normalen Echokardiogramm häufig nicht sichtbar, die Symptome wie etwa Lagerungsschwindel, Übelkeit oder Erbrechen können atypisch sein und der Schlaganfall wird daher nicht oder zu spät diagnostiziert und falsch behandelt, z.B. wegen starker Schmerzen am Schädelknochen wird ein Halswirbelsäulensyndrom vermutet. Schlaganfallursache bei älteren Patienten ist meist eine Gefäßerkrankung (Arteriosklerose), eine Embolie aus dem linken Vorhof bei Vorhofflimmern, ein ausgeprägter hoher Blutdruck (Hypertonus) oder (Blut-) Gerinnungsstörungen.

Nach einem Schlaganfall zeigte sich bei den jüngeren PFO-Patienten, dass das PFO im Durchschnitt größer war und der Blutübertritt stärker ausgeprägt.