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Auch kleine Kinder mit angeborenen Rhythmusstörungen brauchen mitunter einen Herzschrittmacher. Allerdings sind die Gewinnaussichten für die Medizinproduktehersteller nicht wirtschaftlich attraktiv. Daher sind kindgerechte Schrittmacher, Stents u.a. Medizinprodukte in passenden Größen Mangelware. Ein Schrittmacher wird üblicherweise an einer gut zugänglichen Stelle unter dem Schlüsselbein platziert. Bei Kleinkindern muss er aus Platzmangel in den Bauch gelegt werden. Dazu muss der Brustkorb geöffnet werden. Nach etwa fünf bis sechs Jahren ist die Batterie eines Herzschrittmachers leer. Dann ist für den Wechsel eine weitere Operation notwendig. Einstweilen implantieren die Ärzte aus Mangel an echten Alternativen Medizinprodukte für Erwachsene. Das ist riskant, schränkt durch die schiere Gerätegröße die Kinder ein und behindert sie in ihrem Bewegungsdrang.

 
Quelle: iStock – Paperkites