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Erfahrungsbericht von Amino mit seinem Avatar, der mithilfe der Stiftung Bild hilft e.V. finanziert werden konnte.

Aminos Start in die Schule mit einem kleinen Roboter namens AV1. Seine Mutter erzählt uns seine Geschichte: 

Amino hatte einen sehr schwierigen Start in das Leben, er hat Morbus Ebstein mit ASD II. Es folgten Operationen, Herzkatheter und viele Aufenthalte im Krankenhaus.  

Umso glücklicher waren wir, dass er eine „ganz normale“ Grundschule besuchen konnte und er mittlerweile sogar auf dem Gymnasium sein kann. Sein Herzfehler ist nicht reparabel, sodass er immer wieder mit gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen hat. Insbesondere ist er sehr anfällig für Infekte der oberen Atemwege. Dadurch ist er häufig krank und kann nicht die Schule besuchen. 

Der Unterrichtsstoff muss am Wochenende mühselig gemeinsam nachbereitet werden. In der Grundschule brachte ihm das trotz sorgfältiger Nachbereitung mit uns hin und wieder schlechte Zensuren ein, weil viel Unterrichtsstoff, der im Unterricht erklärt wurde, fehlte. 

Über den BVHK sind wir auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, einen Telepräsenz-Avatar nutzen zu können.  Unsere Hoffnung war, dass dieser kleine Roboter Amino helfen könnte, auch mündlich am Unterricht teilzunehmen. 

Nach Kontaktaufnahme mit dem BVHK und der Vorstellung dieser Option in der Schule, halfen insbesondere sein Klassenlehrer und der Schulleiter mit, den Avatar schnellstmöglich nutzen zu können. Dank deren Engagements, dem Einverständnis aller Mitschüler-Eltern und der Lehrkräfte konnte der Avatar schnell seinen Dienst antreten.  

Amino ist total begeistert! Die Übertragung und Funktion sind zu 99 % perfekt. Er ist quasi mit im Klassenraum und kann zu Hause entweder im Bett liegend oder auch mal am Schreibtisch sitzend, den gesamten Unterricht verfolgen. Seine Mitschüler, die sich darum kümmern, dass der Avatar überall mit dabei ist, sind auch immer etwas freudig und mit Spaß bei der Sache. Die Lehrer sind sehr verständnisvoll, sodass es wirklich so ist, als ob Amino selbst mit im Raum sei.  

Wenn er sich krank fühlt, kontaktiert er seine Mitschüler und bereitet für sich das Tablet vor. Der Rest geht zügig: Warten, bis der Avatar verbindungsbereit ist, verbinden und dann den Unterricht verfolgen. Wir als Eltern sind sehr dankbar und glücklich, dass Amino diese Option zur Verfügung gestellt worden ist. Er hat Phasen, in welchen er mit sich und seiner Erkrankung sehr hadert. Der Avatar stellt für ihn ein Stückchen mehr Normalität dar.  

Und Amino? Findet den Avatar einfach nur toll. Wir sagen Dankeschön an alle und an Bild hilft e.V., die Amino diesen Avatar und dessen Einsatz und Nutzung ermöglichen!

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